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SchrottimmobilienSchrottimmobilien sind solche Immobilien, die sich in einem desolaten Zustand befinden und einem Käufer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen auf betrügerische Weise über dem Verkehrswert verkauft wurden. Es können aber auch sanierte Alt- oder Neubauimmobilien und denkmalgeschützte Objekte sein, die auf dem Grauen Kapitalmarkt angeboten wurden und ihr Geld nicht wert sind. Meistens befinden sich solche Immobilien in den neuen Bundesländern und werden über Strukturvertriebe verkauft, die die Vermittlung übernehmen und dabei unseriöse Vertriebsmethoden an den Tag legen (Cold-calls, Nichteinhaltung der 14-tägigen Frist des § 17 Abs. 2a BeurkG). In den 80-er Jahren waren Investitionen in nicht selbst genutzte Eigentumswohnungen eine durchaus sinnvolle Kapitalanlage für gutverdienende Anleger, die ihr Geld gewinnbringend anlegen wollten. Denn waren die Immobilien vermietet und die Käufer auch für nicht geplante Sonderausgaben (Reparaturkosten etc.) gewappnet, so ließ sich durchaus ein Darlehen durch Einnahmen aus Steuervorteilen und Miete (ggf. zzgl. einer kleinen monatlichen Zuzahlung) bedienen. Die Immobilie gewann an Wert und konnte nach Tilgung des Darlehens entweder mit Gewinn veräußert oder vom Käufer selbst genutzt werden, oder aber die Miete stellte ein zusätzliches monatliches Einkommen dar bzw. deckte die Versorgungsglücke im Rentenalter. Soweit die Theorie und die anfängliche Praxis. Doch nach der Wiedervereinigung Deutschlands gab es ein Überangebot an sanierungsbedürftigen Immobilien in den neuen Bundesländern und vor allem in strukturschwachen Gebieten. Der Staat verfügte nicht über genügend finanzielle Mittel, um die ostdeutschen Städte vollständig zu sanieren, so dass im ersten Schritt die sanierungsbedürftigen Immobilien in Ostdeutschland unter Denkmalschutz gestellt wurden. Dann wurden steuerliche Anreize für Privatanleger geschaffen (Sonderabschreibung für Herstellungskosten bei Baudenkmalen und bei Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen). Und dabei war der Anlegermarkt in diesem Immobiliensegment bereits Ende der 80-er Jahren ausgeschöpft. Kein Grund für Bauträger, ihr Kerngeschäft aufzugeben. Unzählige neue Bauträgerfirmen entstanden. Beim Verkauf bedienten sie sich sog. Strukturvertrieben und windigen Anlageberatern, die mangels eines entsprechenden Ausbildungs- und Geeignetheitsnachweises keinerlei Fachkenntnisse besaßen. Diese gingen dazu über, auch Bürgern ohne Eigenkapital eine fremdgenutzte Wohnung in vermeintlich guter Lage nebst dazugehörigem Kredit überteuert zu vermitteln. Geködert wurden die Bürger mit dem Hauptargument „Steuervorteile“. Die Verdiener dieser Geschäfte waren ausschließlich die Bauträger, die Vertriebe und sicherlich auch die Banken, nicht aber die Anleger. Am 09.06.2009 in der Sendung Frontal 21 äußerte sich ein ehemaliger Mitarbeiter der HypoVereinsbank zu Immobilienfinanzierungen durch die HVB in den 90-er Jahren. Er trug vor, dass die HVB in den 90-er Jahren systematisch Immobilienfinanzierungen mit überbewerteten Sicherheiten durchgeführt habe und bis zu 180% des tatsächlichen Wertes jeweils finanziert werden sollten. Entsprechende schriftliche Unterlagen sollen auch der Redaktion Frontal 21 vorliegen. Damit wäre nachgewiesen, dass die Bank in institutionalisierter Art und Weise mit Bauträgern und Vermittlern zusammengewirkt und bewusst überteuerte Immobilien finanziert hat, ohne dafür ausreichende Sicherheiten vom Käufer zu erhalten. Die Situation heute und die Probleme der Anleger Nutzen Sie den Immo-Fragebogen für einen Kurzcheck ! Ich werde mich umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. |