Rechtsanwalt Cristian Martin

Kapitalanlagerecht, Bankrecht, Anlegerschutz

Recht bekommen! 0911/2358686

Verzinsliche Wertpapiere

Verzinsliche Wertpapiere (z. B. Schuldverschreibungen, Anleihen, Genussscheine)

Die Probleme im Zusammenhang mit dieser Anlageform bestehen darin, dass der Anleger in vielen Fällen nicht über das Insolvenzrisiko des emittierenden Unternehmens aufgeklärt wird, so dass dann die Rückzahlung des eingesetzten Kapitals nicht mehr möglich wäre. Bei Genussscheinen sollte der Anleger zusätzlich darüber informiert werden, dass die Zinszahlung nicht fest, sondern vom jeweiligen Unternehmensgewinn abhängig ist und ein Totalverlust – beschränkt auf die Höhe des eingesetzten Kapitals – vereinbart werden kann. Bei dieser Anlageform überlässt der Anleger einem Unternehmen Geld und bekommt dafür eine Urkunde, in der ein Genussrecht verbrieft ist. Als Gegenleistung erhält der Anleger jährlich eine Zinszahlung und am Ende der vertraglich vereinbarten Laufzeit das eingesetzte Kapital zurück. Ein wesentlicher Unterschied zur Aktie ist, dass der Inhaber eines Genussscheins kein Stimmrecht hat.

Spezialsierung

Der Anwalt kann Chancen und Risiken unter Berücksichtigung Ihrer individuellen Ziele und Bedürfnisse ausarbeiten, ohne dabei einseitige Interessen zu vertreten. Hinzu kommt oft ein für den juristischen Laien undurchsichtiges Vertragswerk. Das Konsultieren eines auf Kapitalanlagerecht spezialisierten Anwalts kann also Ihr Vermögen vor einem möglichen Totalverlust retten !

Ist das Kind in den Brunnen gefallen, ist für den Anleger wichtig zu wissen, dass er Rechte hat und durch gesetzliche Regelungen und umfangreiche Rechtsprechung geschützt wird. Ferner muss der Anleger wissen, dass Schadenersatzansprüche nicht ewig geltend gemacht werden können, sondern einer relativ kurzen Verjährungsfrist unterliegen. Hier kommt es für den Anleger darauf an, einen kompetenten Anwalt als Ansprechpartner zu haben. Die nationale Gesetzeslage für den Anlegerschutz unterliegt – nicht zuletzt durch europäische Richtlinien - einem ständigen Wandel, ein spezialisierter Anwalt wird sie hierüber informieren. Bei Verhandlungen mit Initiatoren, Bauträgern, Banken und all den Anbietern von Kapitalanlageprodukten sollten Sie einen spezialisierten Anwalt an Ihrer Seite haben. Sie erlangen dadurch eine viel bessere Verhandlungsposition und das Ergebnis ist in den meisten Fällen ein besseres als ohne anwaltlichen Beistand.

Warum die Rechtsanwaltskanzlei Cristian Martin ?

Ich vertrete ausschließlich die Interessen der Anleger !

Ein Anwalt kümmert sich von Anfang an um all Ihre Belange im Zusammenhang mit der fehlgeschlagenen Kapitalanlage. Oft geht es um viel mehr als nur um den Schadenersatz aufgrund einer Falschberatung (z. B. Miet- und WEG-Recht, Zwangsvollstreckung, Insolvenzrecht). Der Vorteil gegenüber einer Großkanzlei ist die individuelle Betreuung unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Interessen, Bedürfnisse und wirtschaftlichen Situation. Der Mandant ist bei mir mehr als nur ein Aktenzeichen. Gleichzeitig genießen Sie aber auch die Vorteile einer Großkanzlei: durch meine sechsjährige Spezialisierung im Anlegerschutz – gesammelt in einer Berliner Großkanzlei - verfüge ich über spezifische Kenntnisse des Grauen Kapitalmarktes, fachliche Kompetenz und fundierte Kenntnisse über die einschlägige Rechtsprechung. 

Kostentransparenz

Sie erfahren vor Beauftragung der Kanzlei welchen Kosten anfallen.

Verbraucherschutz

Sucht man im Duden* nach dem Begriff Verbraucherschutz, so findet man dort folgende Definition:

Die Gesamtheit der rechtlichen Vorschriften, die den Verbraucher vor Benachteiligungen im Wirtschaftsleben schützen und seine rechtliche Stellung stärken sollen. Die Gesetze und Vorschriften können unterschieden werden in solche, die eine korrekte und möglichst umfassende Information des Verbrauchers als Grundlage seiner Kaufentscheidungen sichern (z.B. Lebensmittelkennzeichnungsverordnung, Preisangabenverordnung), solche, die der Sicherheit und der Gesundheit der Verbraucher dienen (z.B. neben dem Lebensmittel- auch das Arzneimittelrecht sowie die Produkthaftung und das Produktsicherheitsgesetz), und solche, die dem einzelnen Verbraucher in bestimmten Rechtsgeschäften besonderen Schutz gewähren sollen. Dazu gehören neben dem Recht der allgemeinen Geschäftsbedingungen die im Verbraucherkreditgesetz und anderen Vorschriften (z.B. über den Reisevertrag) enthaltenen Bestimmungen über das Recht des Käufers auf Rücktritt vom Vertrag bzw. Widerruf.

Auch der Kapitalanleger (Privatanleger), also derjenige, der Geld in Kapitalmarktprodukte investiert, ist Verbraucher. Er verfügt oft über keine oder nicht ausreichende Erfahrungen, Kenntnisse und Sachverstand, um seine Anlageentscheidung zu treffen und die damit verbundenen Risiken angemessen beurteilen zu können, so dass er daher z.B. durch die neue Markets in Financial Instruments Directive (MiFID)-Gesetzgebung oder durch die aktuelle** Änderung des WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) besonders zu schützen ist. Zu schützen ist er insbesondere vor riskanten, für ihn nicht geeigneten und seinen Anlagezielen nicht entsprechenden Anlageprodukte, vor unlauteren Vertriebsmethoden (z.B. cold-calls), vor unlauteren Geschäftsbedingungen und vor überhöhten Preisen. In der heutigen Konsumgesellschaft steigt die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen, der Anbietermarkt wird dadurch überschwemmt. Durch die zunehmende Freizügigkeit im Waren- und Personenverkehr und durch die zunehmende weltweite Verflechtung im wirtschaftlichen Sektor, lässt sich das Angebot an Waren und Dienstleistungen oft nicht mehr überschauen. Der Verbraucher ist dann oft nicht mehr in der Lage, die zahlreichen Angebote bezüglich Qualität, Preis und sonstiger Konditionen zu vergleichen. Werbung hat längst nicht mehr Aufklärungscharakter. Gleichzeitig entwickeln Anbieter immer wieder neue und oft höchst fragwürdige Verkaufs- und Werbemethoden.

Präventiver Verbraucherschutz („Vorbeugen ist besser als heilen“) bedeutet, dass schon im Vorfeld darauf geachtet wird, mögliche Gefahren für die wirtschaftlichen Belange der Verbraucherinnen und Verbraucher zu vermeiden. Grundlage eines gut funktionierenden Verbraucherschutzes ist die Bildung und Information der Verbraucher, die einen möglichst unverzüglichen Zugang zu Informationen erhalten müssen. Auch sollen die Gebühren für die Informationsbeschaffung möglichst niedrig gehalten werden, damit alle gesellschaftlichen Gruppen sich das Beratungs- und Informationsangebot leisten können. Hier geht die unabhängige Information und Beratung der Verbraucherzentralen mit gutem Beispiel voran, die öffentliche Hand muss allerdings dafür sorgen, dass die Förderung der Verbraucherzentralen in Zeiten defizitärer Haushalte zumindest nicht abnimmt, denn die Vielfalt und Komplexität der Themen steigt jedenfalls stetig.

 

* Duden Wirtschaft von A bis Z. Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 2. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus 2004. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2004.

**31.07.2009

 

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