Rechtsanwalt Cristian Martin

Kapitalanlagerecht, Bankrecht, Anlegerschutz

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RWB

Private Equity als Erfolgskonzept auch für den Kleinanleger ? 

Eine Neubewertung der Chancen und Risiken nach der Finanzkrise

Private Equity steht für das Beteiligungskapital überwiegend institutioneller Anleger, das in nicht-börslich gehandelte Unternehmen investiert wird. Ein Private Equity-Fonds kauft Anteile von verschiedenen Unternehmen, von denen er hofft, dass sie in Zukunft an Wert gewinnen. Der Anleger beteiligt sich an dem Private Equity-Fonds. Hier gibt es entweder ratierliche Verträge, d. h. der Anleger zahlt die vertraglich vereinbarte Beteiligungssumme in monatliche Raten, oder Verträge mit einer Einmalzahlung der Beteiligungssumme. Die Beteiligungsverträge haben Laufzeiten von beispielsweise 5, 10 Jahren oder mehr, so dass der Anleger das eingesetzte Kapital nicht jederzeit, sondern grundsätzlich am Ende der Vertragslaufzeit abziehen kann. Hat das Unternehmen innerhalb einer bestimmten Zeitperiode einen Wertzuwachs erfahren, verkaufen Private Equity-Fonds wie RWB die Unternehmensanteile aus Ihrem Portfolio mit Gewinn und geben quasi einen Teil der Rendite an den Kleinanleger weiter. Somit kann auch dieser von dem Wachstum der Unternehmen profitieren. Im besten Fall. Denn der Anleger beteiligt sich nicht nur am potenziellen Gewinn des Unternehmens, sondern auch an den möglichen Verlusten. Dadurch ist bei Private Equity im Gegensatz zu den klassischen und vor allem konservativen Anlageformen wie Anleihen zwar die Gewinnerwartung, gleichzeitig aber auch das Risiko höher. Oft weiß aber der Anleger nicht, welche Unternehmen sich im Portfolio der Private Equity-Fonds befinden, so dass der Anleger bei Abschluss des Vertrages nicht weiß, wo sein Geld investiert wird. Doch nicht nur die lange Laufzeit, sondern vor allem die hohen Kosten eines Private Equity-Fonds (sog. weiche Kosten wie Vertriebsprovisionen und Fondsverwaltungskosten) können den zu erwartenden Gewinn erheblich mindern – bis zu 25 % ! Schließlich trägt der Anleger unter Umständen und je nach Vertragsgestaltung das Totalverlustrisiko. In den uns bislang bekannten Fällen fällt auf, dass die Anlageberater nicht nur auf die oben genannten Risiken nicht hingewiesen, sondern systematisch auch den Fondsprospekt erst mit der Unterschriftsleistung oder gar Tage danach dem Anleger ausgehändigt haben. Ferner ist immer wieder festzustellen, dass die Anlageberater stark risikobehaftete Anlagen wie RWB als renditeträchtige und gleichzeitig sehr sichere und für die Altersvorsorge geeignete Anlagen empfohlen und letztendlich verkauft haben. Das löst eine Schadenersatzpflicht des Anlageberaters und unter Umständen auch des Private Equity-Fondsinitiators aus.

Für weitere Fragen, eine rechtliche Bewertung Ihrer Beteiligung und etwaigen Schadenersatzansprüchen verbunden mit dem vorzeitigen Ausstieg aus der Kapitalanlage steht Ihnen Rechtsanwalt Martin gerne zur Verfügung.